Archiv für den Monat Januar 2009

Der Berliner Fahrkartenhorror

Freitag, 30. Januar 2009

Ich wurde von meiner Firma für die kommende Woche nach Berlin geschickt um die Neueröffnung unserer neuen Geschäftsstelle zu begleiten.

Für diese Woche wurde mir eine schicke Ferienunterkunft in der Nähe der neuen Filiale gebucht.

In meiner Berliner Ferienunterkunft angekommen fühle ich mich sofort sehr wohl. Bei der Ferienunterkunft handelte es sich um ein schickes Berliner Appartement. Dieses erinnert mich an mein eigenes Zuhause. Es ist mit einer offenen Küche ausgestattet schlafen darf ich in einem traumhaften Himmelbett. In diesem Berlin Appartement lässt es sich Wohlfühlen. Meinem Aufenthalt schaue ich also insgesamt recht positiv entgegen.

Doch schon am nächsten Morgen begann leider der Hauptstadthorror. Trotz der der verhältnismäßig geringen Entfernung zu der neuen Filliale brauchte ich mit meinem schicken Mietwagen mehr als eine Dreiviertelstunde. Die neuen Berliner Kollegen belächeln meine verspätete Ankunft, vor allem aber deren Grund. Die haben gut Lachen. Wer in Berlin wohnt weiß eben wann und wo man mit dem Auto fahren kann. Den Mietwagen werde ich Morgen in jedem Fall vor meinem Berlin Appartements stehen lasse. Vorausgesetzt ich finde einen Parkplatz…

aussicht_aus_meiner_ferienwohnung

Der nächste Morgen beginnt recht schön. Die Sonne scheint, der Kaffe ist schmeckt hervorragend.

Ich mache mich also auf den Weg zur Straßenbahn. Ich muss eine Station mit Ihr fahren und dann noch zwei mit der S-Bahn. Eine Kurzstrecke sollte für diesen Zweck doch reichen denke ich.

In der S-Bahn heißt es dann: Die Fahrausweise Bitte! Ich zeige also nichts ahnend meine Kurzstrecke vor. Die ist leider nicht gütig sagt der Kontrolleur. Ich sei doch aber bisher nur zwei Stationen gefahren erwiderte ich. Es sei mir aber nicht gestattet mit einem Kurzstreckenticket von der Straßenbahn in die S-Bahn umzusteigen. Woher soll ich das denn wissen. Ich komme doch nicht aus Berlin. Das scheint dem Kontrolleur herzlich egal zu sein. An der nächsten Station müsse ich doch außerdem eh aussteigen sage ich. Stimmt sagt der Kontrolleur, denn ich muss ja auch Ihre Daten aufnehmen.

Da stehe ich nun also mit dem Kontrolleur an der S-Bahnstation. Zu allem Überfluss laufen auch noch einige meiner Berliner Kollegen an mir vorbei. Auf dem Gesicht dasselbe mitleidige Lächeln wie schon am Vortag.

Nach Feierabend kann auch meint Berlin Appartement mich nicht mehr glücklich machen. Ich will wieder nach hause!